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4 Fragen, um herauszufinden, ob du mit dem was du gerade tust, wirklich glücklich bist

Vanessa Rappa

Ich kann die Stimmen meiner Eltern noch immer in meinem Kopf hören, wie sie mir sagen: „Du musst tun, was dich glücklich macht.“ „Jaja, das mache ich schon!“, war stets meine Antwort. Was sollte ich auch sonst dazu sagen?

Die Tage, Wochen und Jahre flogen unbemerkt an mir vorbei. Hier und da kam es zu dem ein oder anderen Ausreißer, einem Diplom, einer zerbrochenen Beziehung, einer neuen Beziehung, einem Burnout, schönen Urlauben und so weiter und so fort. Ich habe mich aber nie wirklich gefragt: „Was macht mich eigentlich wirklich glücklich?"

Und darauf bin ich überhaupt nicht stolz, denn ich erkenne jetzt mehr denn je: Wie wir unseren Alltag verbringen, ist auch, wie wir unser Leben verbringen. Dieses Zitat von Mark Twain aus dem Inspirationstagebuch Vertellis Chapters umreißt das Wesentliche dieses Blog-Artikels:

„In 20 Jahren wirst du mehr enttäuscht sein über die Dinge, die du nicht getan hast, als über die Dinge, die du getan hast.“ Also sei hier und heute glücklich und zufrieden.

Werde & bleibe glücklich

Fühle ich mich jetzt glücklicher als zuvor? Ich denke schon. Habe ich damit das höchste Stadium des Glücks erreicht (was auch immer das sein mag)? Ich glaube nicht. Ich sehe Glück als einen zyklischen Prozess, der Aufmerksamkeit, Pflege und Reflexion erfordert. In einem früheren Blog schrieb Bart bereits, warum jeder Selbstreflexion betreiben sollte. Klicke hier, um seinen Blog zu lesen.

Indem wir uns bewusst machen, dass wir wertvolle Zeit benötigen, um weiter in unser Glück zu investieren, verhindern wir, dass wir in die “Hamsterrad-Falle” tappen und unzufrieden werden.

Du kannst hier und heute glücklich sein. Nicht morgen oder nächste Woche, sondern genau jetzt. Nimm einfach Stift und Papier in die Hand und werde dank der folgenden 4 Fragen glücklicher. Und das Beste daran: es dauert nur ein paar Minuten.

4 Fragen

Schreibe die Fragen unter- oder nebeneinander mit ausreichend Abstand dazwischen auf. So kannst du sofort notieren, was dir beim Lesen der Fragen einfällt. Es ist wichtig, dass du ehrlich zu dir selbst bist. Also schreib wirklich alles auf. Nur dann wird klar, was in deinem Leben nicht funktioniert und was du stattdessen lieber tun würdest.

Frage 1: Was machst du schon  in deinem Leben, was du wirklich tun willst?

Jede Woche eine Stunde mit deinem besten Freund spazieren gehen? Ausgiebiges Kochen am Wochenende? Führst du dein eigenes Geschäft? Liest du gerne? Lernst du wie man Klavier spielt?

Frage 2: Was tust du (noch) nicht in deinem Leben, das du aber wirklich tun möchtest?

Den Job wechseln? Willst du dich mehr mit Freunden treffen? Weniger Süßigkeiten essen? Öfter mal ein Buch oder eine Zeitschrift lesen, ohne von der Familie oder dem Handy abgelenkt zu werden?

Frage 3: Was tust du in deinem Leben, das du eigentlich nicht tun möchtest?

Viel Zeit auf Social Media verbringen? Hast du lange Anfahrtswege zu deiner Arbeit? Streit mit einem Familienmitglied? Impulskäufe tätigen? Jeden Mittwoch mit deinem Nachbarn Kaffee trinken?

Frage 4: Was tust du in deinem Leben nicht, was du nicht tun möchtest?

Dies ist eine wichtige Frage, die eine kurze Erklärung verdient. Diese Frage erkennt ungesunde Verhaltensweisen, die du bewusst bereits aus deinem Leben gestrichen hast. Denk zum Beispiel mal an Rauchen oder Alkoholkonsum. Vielleicht hast du das schon einmal ausprobiert, aber aus eigener Kraft  wieder damit aufgehört.

Wenn du mit dem Schreiben fertig bist, möchte ich dich bitten, deine Antworten auf die Fragen 1 und 4 durchzulesen. Ich verspreche dir: das wird dir ein gutes Gefühl geben!

Es zeigt dir nämlich, was in deinem Leben bereits gut läuft und was zu deinem Glück beiträgt.

Fahre dann mit den Fragen 2 und 3 fort. Diese Antworten zeigen dir, was in deinem Leben nicht so gut läuft und dich von deinem Glück fernhält. Glaub mir:  jeder schreibt hier mindestens eine oder sogar mehrere Antworten auf. Wir sind doch alle nur Menschen!

Frag dich, wie lange du diese Dinge getan hast, die du eigentlich gar nicht machen wolltest. Monate? Jahre? „Sobald die Kinder älter sind / es mehr Geld gibt / ich mehr Zeit habe - werde ich etwas ändern.“ Versuche dir einmal bewusst zu machen, dass Begriffe wie "später" und "bald" deinem Glück bloß im Weg stehen. Bewusstsein ist der erste Schritt auf dem Weg zu einer neuen Realität!

Und jetzt? Wie kannst du jetzt glücklicher werden?

Sieh dir noch einmal deine Antworten auf die Fragen 2 und 3 an und wähle eine Antwort davon aus. Überlege dir dann im zweiten Schritt eine konkrete Aktion, um diesen Zustand zu ändern, damit du schon bald eine positive Erfahrung damit verknüpfen kannst.

Stell dir Fragen wie: Was brauche ich dafür? Wer kann mir dabei helfen? Wie viel Zeit möchte ich dafür aufwenden?

Stell dir vor, du möchtest nächsten Samstag gerne zwei Stunden alleine zu Hause mit einem neuen Buch verbringen. Mit deinem Partner sprichst du offen über deine Wünsche und fragst, ob er oder sie an eben jenem Samstag mit den Kindern für zwei Stunden auf den Spielplatz gehen möchte. Sollte das nicht klappen, überlege dir sofort einen anderen Plan.

Bleib auf jeden Fall am Ball! Denn nicht vergessen: Die Kraft der Wiederholung gilt auch für das Werden und Bleiben.

Abschließend ein inspirierendes Zitat aus Vertellis-Chapters:

„Die schlechte Nachricht ist: Die Zeit vergeht. Die gute Nachricht: Du bist der Pilot.“

Love,

Anique von Team Vertellis

Bio:

Anique ist aus den Niederlanden und hat als Sozialarbeiterin  & Integrated Lifestyle Coach gearbeitet. Seit sie Teammitglied Sijmen bei einer Reise getroffen hat, arbeitet Anique für Vertellis. Sie lebt ihre Liebe zum Schreiben in ihrer neuen Aufgabe voll und ganz aus. Wenn sie nicht für Vertellis schreibt, liest sie gerne über aktuelle Themen, genießt leckeres Essen und guten Wein in bester Gesellschaft. Außerdem ist Anique ein großer Katzenfan -  Hugo und Fleur machen Anique jedenfalls immer glücklich.


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